Plastic-Bomb # 79

Tief aus dem Süden kommen SCREAM LIKE PAPAYA, laut eigener Aussage blutige Anfänger. Nun haben die Landauer ihr erstes Demo draussen, obwohl sie erst ein halbes Jahr bestehen. Der barbarische, derbe röhrende Gesang lässt sofort Assoziationen zu ANTISEEN aufkeimen. Die Musik ist noch etwas holpriger Streetpunk in mittlerem Tempo Richtung BONECRUSHER. Könnte etwas flotter sein. Sicher noch ausbaufähig, aber insgesamt schon ganz ok. Stücke wie "Who?" oder "For everybody" sind kleine Glanzlichter. Was der Bandname bedeuten soll hab ich leider nicht rausgefunden. Micha.-  

 

 

 

 

Underdog #16

Blutige Anfänger entdecken ihre versteckten Talente, die als Bandkollektiv gefördert werden. “Black glasses warm beer, that’s why we here!” Das musikalische Bildungsangebot ist auf einem niedrigen Niveau angesiedelt und beschränkt sich auf eine “kick ass, play loud”-Attitüde, die in der Umsetzung attraktiv und mit einem simpel formulierten und umgesetzten Haudrauf-Mechanismus reibungslos funktioniert. Die gemeinsamen Aktivitäten im Proberaum haben erste hörbare Erfolge erzielt. Mensch kann zwar vermuten, dass hinter den Erfolgen eine besondere Begabung steckt, sie können aber auch ausschließlich das Ergebnis von Drill sein. Trotzig, rotzig und willensstark präsentiert mir das Papaya-Quintett ein gesellschaftskritisches Bild, in der soziale-emotionale Auffälligkeiten aufgrund von autoritärer Erziehung überhand nehmen, die kalte Schulter und die Ellenbogen-Taktik die soziale Kälte bestimmt. Davon bekommt nicht nur der Nachwuchs chronische Hals- und Bauchschmerzen, das sind eben die exakten Rahmenbedingungen für eine destruktive Grundhaltung, mit der sich düstere Szenarien erschaffen lassen, in denen “Kein Bock auf Illusionen” vorherrscht und sogenannter Problemquatsch wie ein Stachel in der bürgerlichen Fresse schmerzt, die lieber nach 20 Uhr Unterhaltung sehen und hören will.

 

 

 

 

PUNKROCK#16

SCREAM LIKE PAPAYA

“Demo 2012″ CD-R
Auf wenige Akkorde minimierter, whiskeygeschwägerter Brül-HC-Punk mit einfachen Strukturen bei dem die Gitarre ziemlich im Vordergrund steht. Orientiert sich wohl an früem und düterem 80er US-Punk. Deshalb auch auf Englisch und rumpelig. So in etwa die Totschlagworte für das erste Demo von Scream Like Papaya, einer ziemlich neuen Band aus der Pfalz, die es erst seit Anfang 2012 gibt. Die sieben Songs wurden im Juni im Freibeuter Studio von Gitarrist Markus eingespielt und gibt’s für billige 4,50 Euro (incl Porto und Texten) via Homepage zu bestellen. Nach 16 zügigen Minuten auf die Omme ist zwar schon alles vorbei, aber wozu gibt es denn eigentlich die Repeat-Taste? Absolut Headbanger-tauglich. Bang That Head That Doesn’t Bang! Bierspritz, Bierspritz!!!   Obnoxious 
 

 


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